News/Artists

FARCE bringt ein selbst produziertes Wiener Album an die Spitze der FM4-Charts

Das unabhängig produzierte dritte Album The Label schärft Veronika Königs Sprache zwischen Elektronik, Noise und Pop; die erste Single erreichte Platz eins der FM4-Charts.

Official artwork for FARCE — The Label

Die Wiener Künstlerin FARCE hat ein vollständig selbst produziertes Independent-Album zu einem Meilenstein im österreichischen Alternativradio gemacht. Deeply Strange People, der Opener des dritten FARCE-Albums The Label, erreichte in den FM4-Charts vom 18. Juli 2026 Platz eins. Zwei Wochen zuvor war der Track auf Platz 14 eingestiegen und in der zweiten Woche auf Platz fünf geklettert.

Dabei handelt es sich nicht um Österreichs kommerzielle Singlecharts. Die wöchentliche FM4-Liste bildet das redaktionelle Umfeld und das Publikum des öffentlich-rechtlichen Alternativsenders ab. In diesem Rahmen zeigt der Aufstieg, wie eine Veröffentlichung außerhalb klassischer Labelstrukturen aus dem Wiener Underground dauerhaft ins nationale Spezialradio gelangte.

FARCE ist das Projekt von Veronika König. Sie trat in der Wiener Szene zunächst mit von Noise gebrochenem Pop hervor und entwickelte daraus eine Sprache zwischen elektronischer Produktion, schweren Gitarren, Emo, Indietronica und direktem Pop-Songwriting. FM4 beschreibt The Label als Verfeinerung dieser Arbeit und nicht als Neuerfindung im Wind eines Trends.

Auf der offiziellen Bandcamp-Seite wird FARCE für Komposition, Produktion und Aufnahme sämtlicher Songs genannt. Sakura Katsuura Chow übernahm das Vocal Engineering, Lara Voill den Mix und Mischa Janisch das Mastering. Der Österreichische Musikfonds unterstützte das Projekt; ein Plattenlabel ist nicht angegeben.

Der Titel spielt mit Kategorien, die Musik ebenso wie Menschen auferlegt werden. Hörbar wird das in einer Veröffentlichung, die als Electronic, Electroclash, Noise-Pop und Indie-Rock verschlagwortet ist. Deeply Strange People ist zugänglich genug, um weit zu tragen, ohne die Reibungen zu verlieren, an denen man FARCE erkennt.

Bandcamp datiert das Album auf den 19. Juni, während Arcadia Live es in seiner Übersicht vom 26. Juni als Neuerscheinung jener Woche vorstellt. Credits und Chartergebnis stehen nicht im Widerspruch; SCENE:ID übernimmt für den Veröffentlichungseintrag das von FARCE selbst angegebene Bandcamp-Datum.

Quellen